Religion in Kasachstan | Drucken |

 

herausgegeben von
Prof. Dr. Markus Porsche-Ludwig, Universität Hualien (Taiwan)
Prof. Dr. Jürgen Bellers, Universität Siegen

 

1. Religion und deren Geschichte

Vor der Verbreitung des Islams in Mittelasien haben die in diesem Gebiet lebenden Turkvölker unterschiedliche religiöse Richtungen verfolgt. Schamanismus, Buddhismus, nestorianisches Christentum und Zoroastrianismus waren in verschiedenen Zeitabschnitten unterschiedlich verbreitet. Heute gehören die kasachischen Türken fast ausschließlich dem islamischen Glauben an, während die russische Bevölkerung im Land orthodoxe Christen sind. Die deutsche Minderheit gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an. Außerdem gibt es wenige Angehörige der römisch-katholischen, griechisch-orthodoxen, griechisch-katholischen und georgisch-orthodoxen Kirchen.

Islam

Die erste Begegnung des kasachischen Volkes mit dem Islam fand im 8. Jahrhundert statt. Nachdem Kuteybe bin Müslim, ein anerkannter Heeresführer des Islamischen Umayyaden-Kalifats, Gouverneur des iranischen Khorasan wurde, begannen die ersten Feldzüge in das Gebiet Turkistan, wo neben den anderen Turkvölkern auch die Kasachen lebten. Der Talas-Krieg von 751 beendete schließlich den chinesischen Einfluss in Mittelasien und die muslimischen Araber, die im Krieg gegen die Chinesen gesiegt hatten, erlangten die Oberhand in diesem Gebiet. Nach dem Sieg der Muslime verbreitete sich der Islam in den südkasachischen Städten sehr schnell und so entstanden in diesem Gebiet neue islamische Kulturzentren wie Isfidcab, Balasagun und Yesi.

Die mongolische Invasion des 13. Jahrhunderts verlangsamte zunächst die Verbreitung des Islams in Mittelasien. Aber nachdem die mongolischen Eroberer unter dem Einfluss der heimischen städtischen Bevölkerung nach und nach dem Islam beitraten, setzte sich die islamische Lebensweise in den kasachischen Regionen sukzessive durch. Unter der Herrschaft von Tamerlan wurden in den kasachischen Städten und anderen Gebieten Zentralasiens zahlreiche Moscheen und religiöse Schulen (Madrasa) errichtet. Die Händler und religiösen Gelehrten aus den muslimischen Zentren wie Bagdad, Isfahan und Mashad spielten bei der Verbreitung des Islams in Kasachstan eine große Rolle.

Die nördlichen Teile Kasachstans, wo im Vergleich zur südlichen Bevölkerung die Nomaden lebten, begegneten dem Islam später als der Süden. Die nomadischen Kasachen bewahrten auch nach der Konvertierung zum Islam etliche ihrer Gewohnheiten aus der Zeit des Schamanismus. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatten in der Wahrnehmung vieler Nomaden die natürlichen Elemente wie Feuer, Wasser und Wind spirituelle Kräfte. Noch heute spielt insbesondere das Feuer in der geistigen Lebenswelt zahl­reicher Bewohner der kasachischen Steppe eine wichtige Rolle. Es ist auch zu betonen, dass die spirituellen Praktiken der Zeiten des Schamanismus heute nur als Mischung mit bestimmten islamischen Ritualen existieren können. Sie haben einfach ihren Platz in der heutigen kasachischen Darstellung des Islams gefunden.

Bei der Islamisierung Kasachstans spielte der geistliche Ahmed Yesevi eine wichtige Rolle. Der Gründer des Yesevi-Ordens, der im heutigen religiös-kulturellen Leben Kasachstans sehr große Bedeutung hat, wurde im Jahr 1093 in der südkasachischen Stadt Yesi geboren. Seine Lehre formte sich größtenteils während seines Aufenthalts in Yesi, danach ging er jedoch in die Stadt Buchara, die heute in Usbekistan liegt, und die Grundzüge des Yesevi-Ordens wurden hier fortgebildet. Er verbreitete seine Lehre über Gedichte, die für die einfachen Bewohner der Städte und der Steppe leicht zu verstehen waren. Der sufistische Charakter der Yesevi-Lehre und die Art ihrer Anwerbung sorgte für ihre schnelle Verbreitung unter den Menschen Mittelasiens, in deren Leben metaphysische Kräfte der Natur ohnehin eine erhebliche Rolle spielten. Das Grabmal von Ahmed Yesevi liegt heute in der kasachischen Stadt Turkistan und ist eines der wichtigsten Heiligtümer des Landes.

Die russische Eroberung Mittelasiens, die im 17. Jahrhundert begann, brachte für das religiöse Leben der kasachischen Bevölkerung neue Umstände hinzu. Der Islam blieb die wichtigste Religion, aber nach und nach kamen neue Siedler mit anderer Religion hinzu. Die Kasachen sollten lernen, mit diesen Menschen zusammenzuleben und mit ihrer Religion umzugehen. Bis zur ers­ten Hälfte des 19. Jahrhundert betrieben die russischen Herrscher der muslimi­schen Bevölkerung und den islamischen Institutionen gegenüber eine tole­rante Politik. In dieser Ära wurde der Koran auch in die russische Sprache übersetzt und 1802 in der Stadt Kasan eine Druckerei eröffnet, die mehr als 400 Bücher über den Islam gedruckt hat. Diese tolerante Politik änderte sich jedoch ab Mitte des 19. Jahrhunderts, da die Russen anfingen, die islamische Religion als Gefahr für ihre Herrschaft in Mittelasien zu betrachten. So wurde in den Schulen das arabische Alphabet verboten und durch das kyrillische Alphabet ersetzt; die Veröffentlichung islamkritischer Bücher wurde gefördert. In der Ära der Sowjetunion wurden alle Religionen unterdrückt. Da die Religion als Fortschritts-Hindernis und als ein Grund für Unterentwicklung und Armut erachtet wurde, wurden die religiösen Institutionen geschlossen. Nur wenige Moscheen blieben davon ausgenommen. Die Gesamtzahl der Moscheen in Kasachstan betrug 1980 nur ca. 25.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Kasachstans stieg die Zahl der Moscheen schnell an. 1991 gab es ca. 68 Moscheen, 2009 bereits 2488. Dieser Trend zur Islamisierung zeigte sich auch anhand der Zahl von Mekka-Pilgern: 2001 waren es nur 228 Menschen aus Kasachstan, 2007 bereits 4300. Dass im Jahr 2006 der erste Tag des musli­mischen Opferfestes als offizieller Feiertag erklärt wurde, bezeugt ebenfalls den zunehmenden islamischen Einfluss auf die kasachische Gesellschaft.

Die Dachorganisation aller kasachischen Muslime ist die 1990 errichtete autonome „Religionsgemeinschaft der Kasachischen Muslime“ (RGKM). Die Aktivitäten der RGKM richten sich nach der sunnitischen Denomination des Islams, da die meisten Muslime in Kasachstan dieser Konfession angehören. Der erhebliche Teil dieser Sunniten (Kasachen und die in Kasachstan lebenden Usbeken, Tataren und Uiguren) wiederum gehört zur Hanafitischen Unterkonfession.

Christentum 

Orthodoxe Christen

Im 3. und 4. Jahrhundert kamen die ersten Christen aus Syrien und dem Byzantinischen Reich nach Mittelasien. In den Städten wie Semerkant bildet sich um die nestorianische Kirche eine christliche Gemeinschaft. Die orthodoxe Glaubensrichtung des Christentums bildet heute in Kasachstan nach dem Islam die zweitgrößte Religionsgemeinschaft. In den kasachischen Ge­bieten entwickelte sich die Orthodoxie nach dem russischen Eindringen in Mittelasien. Die Eroberung dieser Regionen durch Russland brachte eine starke Einwanderung russischstämmiger Bevölkerung mit sich, die orthodoxe Christen sind. Nach mehreren großen Einwanderungswellen lebten 1871 ca. 400.000 orthodoxe Christen in Mittelasien, mit mehr als 300 Kirchen.

Die anti-religiöse Orientierung der sowjetischen Zeit beeinträchtigte sowohl die islamischen als auch die christlichen Institutionen und das Gemeinschafts­leben erheblich. Insbesondere das Verbot religiöser Einrichtungen und Zwangsniederlassungen erschwerten das Leben aller gläubigen Menschen.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die darauffolgende Unabhängigkeit Kasachstans hatte angesichts der Entwicklung der Orthodoxen Kirche in Kasachstan zwei unterschiedliche Wirkungen. Einerseits verstärkte die wiedererworbene religiöse Freiheit auch die Orthodoxe Kirche deutlich. Die Kirchen wurden wieder gebaut, die Menschen konnten ungehindert ihren religiösen Alltag leben. Andererseits jedoch verursachte der Zusammenbruch der Sowjetunion eine sukzessive zunehmende Auswanderung der russischen Bevölkerung, was zu einer Schwächung der Orthodoxie in Kasachstan führte. Die russischen Minderheiten, die in den zentralasiatischen Republiken lebten, wanderten insbesondere in den neunzigen Jahren massenweise nach Russland aus. Dieser Trend setzt sich heute fort. Der Grund hierfür ist meist ökonomisch zu erklären, da Russland mit seinen riesigen Öl- und Erdgasexporten in wirtschaftlicher Hinsicht einen weitaus besseren Lebensstandard bie­tet als die anderen Republiken der alten Sowjetrepublik. Trotz der Auswanderung der russischstämmigen Bevölkerung hat die Zahl der orthodoxen Einrichtungen in Kasachstan nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft zugenommen. Die Zahl der Orthodoxen Kirchen erhöhte sich im Jahr 1999 auf 212, acht Schulen dieser Religionsgemeinschaft existierten im selben Jahr. Bis 2009 wurden weitere neue Einrichtungen eröffnet, so dass die Zahl der Kirchen mittlerweile auf 255 und diejenige der Klosterschulen auf 9 angestiegen ist. Die Restaurierung der alten Gebäude der orthodoxen Kirche und der Bau neuer Einrichtungen hält gegenwärtig weiter an. Der 1995 erfolg­te Besuch des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche, der zugleich Oberhaupt der Orthodoxen in Kasachstan ist, verstärkte die Bemühungen orthodoxer Gemeinschaft, die darauf zielten, ihre Existenz im kasachischen Staatsgebiet zu bewahren. Im Rahmen dieser Bemühungen wurde der 7. Ja­nuar, nach orthodoxem Glauben der Geburtstag von Jesus Christus, zum offiziellen Feiertag erhoben. Nach einer Reform des Jahres 2003 wurden die orthodoxen Kirchen in Kasachstan administrativ drei Me­tropoliten zugeordnet: Almati, Oral und Shimkent.

Römisch-Katholische Kirche

Heute leben in Kasachstan ca. 300.000 Katholiken. Die ersten katholischen Missionare kamen im 13. Jahrhundert nach Kasachstan. Franziskanermönche, wie Djiovanni del Plano Karpini und Gilioma de Rubruka, beabsichtigten in erster Linie, die regionalen Herrscher Mittelasiens für ihre Religion zu gewinnen. Die Zwangsniederlassung polnischer Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die Migration der in den russischen Grenzregionen lebenden deutschen und lettischen Katholiken erhöhten die Zahl der in Kasachstan lebenden Katholiken. 1917 lebten in der nördlichen Stadt Kostanay 6.000 Katholiken, mit 8 Gebetshäusern. Während der Herrschaft Stalins nahm die Zahl der Katholiken in Kasachstan durch neue Deportati­onen deutscher, lettischer und polnischer Bevölkerung zu.

Wie die anderen Religionsgemeinschaften waren auch die Katholiken den Repressionen der kommunistischen Anti-Religionspolitik ausgesetzt. Sie praktizierten ihre religiösen Aktivitäten unter ständiger Beobachtung und erheb­licher Beschränkung. 1978 konnten sie sich die Erlaubnis verschaffen, in der Stadt Karagandı den Tempel „Heiliger Josef“ zu errichten.

Nach der Unabhängigkeit Kasachstans nutzten auch die Katholiken die Chancen der neu erworbenen religiösen Freiheit. Nach der Errichtung diplomatischer Beziehungen zwischen Kasachstan und Vatikan, nahm ebenfalls die Unterstützung des Vatikans für die Katholiken in Kasachstan zu. Dank dieser Unterstützung konnten sie 1998 die Katholische Hochschule in Karagandı eröffnen. Der Besuch Papst Jahannes Pauls II. im Jahre 2001 war ein Höhe­punkt der katholischen Existenz in Kasachstan. Heute gibt es in Kasachstan ca. 80 römisch-katholische und 4 griechisch-katholische religiöse Einrichtungen.

Protestanten

Die deutschen Soldaten in der russischen Armee brachten zum ersten Mal den evangelisch-lutherischen Glauben nach Kasachstan. In den 1880er Jahren wanderten aus den westlichen Grenzregionen Russlands zahlreiche Baptisten und Lutheraner in die kasachischen Städte ein. Unter der in der Zeit von Sta­lin zwangsumgesiedelten deutschen Bevölkerung gab es auch zahlreiche Lutheraner, womit sich die Zahl der Protestanten in Kasachstan vervielfachte. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion schnellte die Zahl der lutherischen Kirchen in Kasachstan auf über einhundert in die Höhe. 1993 wurden in Kasachstan insgesamt 129 protestantische Einrichtungen regis­triert, 2009 stieg diese Zahl sogar auf 358 an. Bei dieser Entwicklung spielten die Aktivitäten insbesondere amerikanischer und südkoreanischer Missionare eine prominente Rolle. Heute existieren in Kasachstan unter dem Dach des Protestantismus verschiedene Kirchen. Die am weitesten verbreiteten unter ihnen sind: Presbyterianische Kirche, Baptistische Kirche und Lutherische Kirche. Unter diesen Kirchen existieren auch kleine protestantische Gemeinschaften, denen wiederum eigene Charakteristika zukommen. Folgende Kirchen können beispielhaft dafür genannt werden: „Mission Agabe“, „Gesamte Evangelische Kirche“, „Christen des Evangelischen Glaubens“, „Kirche des Lebens“, „Koreanisch-amerikanische Kirche“, „Neuer Himmel“, „Kirche des Heiligen Orts“, „Mission Erneuerung“ und „Licht des Friedens“.

Judentum 

Die ersten Juden kamen im 14. Jahrhundert über den Iran nach Kasachstan, so dass die jüdische Gemeinde in diesem Land eine alt eingesessene Religions­gemeinschaft ist. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern gibt es in Kasachs­tan keine Auseinandersetzungen zwischen der jüdischen Gemeinschaft sowie den islamischen und christlichen Gemeinschaften, so dass Kasachstan als ein positives Beispiel des Miteinanderlebens dieser monotheistischen Religionen bezeichnet werden kann. In vielen großen Städten Kasachstans existieren heute jüdische Synagogen, so u.a. in den Städten Astana, Almatı, Aktöbe, Kızılorda, Petropavl, Taraz und Shimkent. Insgesamt 28 jüdische Einrichtungen sind heute registriert. Im Jahre 2004 wurde die größte Synagoge Mittel­asiens „Beyt Rahel-Habad Lyubovic“ in der kasachischen Hauptstadt eröffnet.

Buddhismus

Die Begegnung Mittelasiens mit dem Buddhismus erfolgte noch im ersten Jahrhundert vor Christus. In den zweiten und dritten Jahrhunderten nach Christus verbreiteten die buddhistischen Missionare aus Indien ihre Religion noch stärker in diesem Gebiet. Obwohl ab dem 6. Jahrhundert die türkischstämmigen Bewohner Kasachstans vom Buddhismus beeinflusst wurden, lebt der Buddhismus in diesen Gebieten nur noch durch die alten Tempel sowie im Alltag der ausländischen Minderheiten, wie Tibeter und Koreaner, die den Buddhismus als ihre Religion akzeptieren, fort.

Die kasachische Verfassung garantiert die ideologische und politische Vielfalt. Das im Januar 1992 verabschiedete Gesetz zur „religiösen Freiheit und Institutionen“ beschreibt in Artikel 7 die religiösen Institutionen als „regionale religiöse Institutionen, religiöse Verwaltungen, religiöse Schulen und Gebets­häuser“. Der gleiche Artikel legt im zweiten Paragraf auch die Organisations­rechte der religiösen Institutionen fest: „Das Hauptziel der religiösen Institutionen ist die freie Vereinigung zur Befriedigung der religiösen Bedürfnisse einzelner Personen. Um dieses Ziel zu erreichen, besitzen die religiösen Institutionen das Recht, religiöse Schulen, Gebetshäuser und andere religiöse Organisationen zu errichten“. Artikel 9 schreibt vor, dass religiöse Institutionen durch die Initiative von 10 volljährigen kasachischen Bürgern gegründet werden können.

Die Muslime in Kasachstan sind in verschiedenen Gemeinschaften und Institutionen organisiert. Die in den anderen muslimischen Ländern weit ver­breiteten islamischen Weltansichten und Bewegungen spielen häufig bei den unterschiedlichen Interpretationen kasachischer Muslime eine Rolle. Die größte muslimische Gemeinschaft in Kasachstan ist die Hanafitische Gemeinschaft, die vom Staat offiziell gefördert wird. Die Imame der staatlichen Moscheen gehören ihr ebenfalls an. Die Hanafiten interpretieren den Islam moderater als viele andere Gemeinschaften in Kasachstan.

Die Wahhabiten/Salafiten in Kasachstan gehören zu den strengen und radikalen Kreisen des Islams. Sie kritisieren die offiziellen hanafitische Interpretationen und verweigern deren Imame die Gefolgschaft. Sie lehnen viele religiöse Rituale anderer muslimischer Gemeinschaften mit der Begründung ab, dass sie mit der originellen Lehre des Islams nichts zu tun haben. Sie behaupten, die Mischung alter Traditionen mit neuen islamischen Regeln habe diese unnötigen und sogar schädlichen Rituale entstehen lassen. Die Wahhabitische Gemeinschaft in Kasachstan widmet ihre Existenz der Unterstützung Saudi Arabiens, wo der Wahhabismus die offizielle Konfession ist. Es muss jedoch betont werden, dass die Wahhabiten/Salafiten in Kasachstan nur wenige Anhänger zählen.

2. Literaturtitel

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AUTOREN: Kemal Inat und Nurpeis Kulzhabay Tegi

Dr. Kemal Inat ist Professor für Internationale Beziehungen am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Sakarya, Türkei.  Seine Forschungsschwerpunkte sind: Naher Osten, Europäische Union, Konflikte in der Welt und Ausländerpolitiken.

Nurpeis Kulzhabay Tegi ist Doktorand am Fachbereich Politikwissenschaft (Internationale Beziehungen) der Universität Sakarya, Türkei. Er ist kasachischer Staatsbürger.